Fotomuseum Winterthur | Samstag, 24.10.2026 – Sonntag, 31.01.2027

Helen Levitt – Die Strasse als Bühne

Das Fotomuseum Winterthur widmet der Fotografin Helen Levitt eine umfassende Retrospektive, die erstmals Werke aus ihrem seit Kurzem öffentlich zugänglichen Archiv präsentiert.

Helen Levitt (1913–2009) gehört zu den prägenden Stimmen der amerikanischen Fotografie des 20. Jahrhunderts. In Brooklyn geboren, fand sie in den Strassen New Yorks ihr Hauptmotiv. Seit den 1930er Jahren beobachtete sie in Harlem und auf der Lower East Side das urbane Leben in all seiner Spontaneität, Poesie und Ironie. Kinder und ihre Kreidezeichnungen, die auf Mauern und Gehsteigen hinterlassen wurden, entwickelten sich zu wiederkehrenden Sujets.

Levitt war Mitglied der Photo League, arbeitete mit Walker Evans und wurde von Henri Cartier-Bresson geprägt. Sie zählt zu den frühen Pionierinnen der Farbfotografie. Ihre Arbeit als Filmemacherin und Editorin, auch mit Luis Buñuel, schärfte ihren Sinn für Rhythmus und Erzählung. 

Mehr als 200 Fotografien aus einem halben Jahrhundert, der dokumentarische Kurzfilm In the Street (1948), eine Projektion von Farbdias sowie rund 115 Ephemera und Archivmaterialien geben Einblick in die Bandbreite ihres fotografischen Schaffens. 

Die Wanderausstellung ist eine Kooperation mit der Fundación Mapfre und wurde von Joshua Chuang kuratiert. Zu den internationalen Stationen zählen die Fundación Mapfre in Barcelona und Madrid, die Kunsthal Rotterdam sowie C/O Berlin.

Mit Unterstützung von