Vergangene Ausstellung

Walter Pfeiffer – In Love With Beauty

29.11.2008–15.02.2009

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Walter Pfeiffer ist schon lange ein Untergrundklassiker. Seine einzigartige Mischung von Erotik und Witz, klassischem Ebenmass und ornamentaler Verspieltheit, Künstlichkeit und Unmittelbarkeit fand in den letzten Jahren zusehends internationale Beachtung. Das Fotomuseum Winterthur präsentierte eine chronologische Übersicht von Pfeiffers fotografischem Schaffen über vier Jahrzehnte, von den frühen 1970er Jahren zu seinen jüngsten Werken.

Walter Pfeiffer (*1946 Beggingen, lebt in Zürich) verwendete seine Fotografien anfänglich als Gedächtnisstützen für seine grossformatigen fotorealistischen Bleistiftzeichnungen. Aber bald schon entwickelte er eine genuine Leidenschaft für die Fotografie. Angeregt von einer Entourage von hübschen Streunern und schicken Frauen, seiner ganz eigenen, Warhol-inspirierten „Factory“, begann er seinen unverwechselbaren Stil zu prägen, der sowohl von seiner Sehnsucht nach zeitloser Schönheit wie von seiner präzisen Beobachtung der Wandlungen von Mode und Stil zeugt.

Seinen Durchbruch als Fotograf markierte eine Reihe von Fotografien eines jungen Mannes in Frauenkleidern und Schminke, die 1974 in Jean-Christophe Ammanns legendärer Ausstellung Transformer - Aspekte der Travestie gezeigt wurde. 1981 veröffentlichte er sein Buch Walter Pfeiffer, dessen freche Erotik und ungekünstelte Unmittelbarkeit in perfektem Einklang mit der Punk-/Wave-Bewegung standen. Den Grossteil der 1980er Jahre widmete sich Pfeiffer der Suche nach seinem Ideal männlicher Schönheit, die 1986 in der Ausstellung Das Auge, die Gedanken, unentwegt wandernd gipfeln sollte. Danach widmete sich Pfeiffer einige Jahre lang dem Zeichnen und begann erst in den späten 1990er Jahren wieder ausgiebig zu fotografieren. 2001 erschien das Buch Welcome Aboard, eine Zusammenstellung jüngster und älterer Fotografien, die bewies, dass Pfeiffer so jugendlich und überschwänglich wie je geblieben war.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Martin Jaeggi und Thomas Seelig.

Hauptsponsor: Bundesamt für Kultur

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