Vergangene Ausstellung

Cross Over – Fotografie der Wissenschaft + Wissenschaft der Fotografie

07.09.–17.11.2013

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Wissenschaftliche Bilder faszinieren, weil sie Dinge zeigen, die dem menschlichen Auge verborgen bleiben: Immer tiefer kann man in den Mikro- und Makrokosmos eintauchen und diese in Bildern fixieren. Dient die Fotografie in der Wissenschaft hauptsächlich als Sehhilfe der Forschenden oder geht ihre Rolle weit darüber hinaus? Seit der Erfindung der Fotografie in den 1830er Jahren resultieren aus der wissenschaftlichen Praxis stetig neue Ansprüche an Visualisierungen und ein unablässiges Herumschrauben an den Möglichkeiten des Mediums. Was macht das delikate Verhältnis zwischen Fotografie und Wissenschaft aus? Welche Bilder entstehen dabei und wie lassen sich diese Aufnahmen lesen?

Cross Over beleuchtet die Rolle der Fotografie als visuelle Erforscherin der Wissenschaften: Das Kapitel „Einblick“ schaut in den Mikrokosmos, von Röntgenfotografien über mikroskopische Aufnahmen bis hin zu Nebelkammerbildern. „Ausblick“ thematisiert die Erforschung und das Vermessen des Makrokosmos, der Ferne und des Fremden, mit Bildern der NASA oder von ethnologischen Expeditionen. Den Versuch einer Ordnungsbildung und Analyse erforscht „Durchblick“ mit Hochgeschwindigkeitsfotografien oder medizinischen Aufnahmen. Der wissenschaftlichen Inszenierung mit Hilfe der Fotografie und dem ‚Theater der Wissenschaften‘ geht das Kapitel „Selbstblick“ nach. Schliesslich kehrt die Ausstellung die Versuchsanordnung um und hinterfragt mit „Reflektierendem Blick“ die Funktionsweisen der Fotografie.

Mit Werken u.a. von Anna Atkins, Auguste-Adolphe Bertsch, Hans Danuser, Liz Deschenes, Marion Denis, Harold Edgerton, Léon Foucault, Thomas Freiler, Bernhard Gardi, Raphael Hefti, Jules Janssen, Irène Joliot-Curie, Markus Krottendorfer, Albert Londe, Aïm Deüelle Lüski, Maschinensehen (Henning Arnecke, Lisa Bergmann, Christoph Oeschger, Elke Reinhuber), Melanie Matthieu, Aurélie Pétrel, Rodolphe Archibald Reiss, Hannes Rickli, Thomas Ruff, Adrian Sauer, Laurent Schmid, Sarah Schönfeld und Simon Starling.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Christin Müller.

Wir bedanken uns bei Landis & Gyr Stiftung, Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung, Migros-Kulturprozent und STEO Stiftung für die grosszügige Unterstützung.

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