Vergangene Ausstellung

Adam Fuss – Less of a Test than Earth

20.11.1999–16.01.2000

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Adam Fuss, 1961 in London geboren, lebt und arbeitet heute in New York. Im Zeitalter computergenerierter Bilder überrascht er mit der einfachsten aller fotografischer Techniken, mit dem Fotogramm. Durch die Verwendung von meist grossformatigen Cibachrome-Papieren formuliert er diese Vorgehensweise, die auf Pioniere und Meister der Fotografie (auf Henry Fox-Talbot, László Moholy-Nagy und Man Ray) zurückgeht, neu. Durch den Einsatz von organischer Materie, von Pflanzen, Blumen, Tieren, Eingeweiden, aber auch von Pendeln, Rauch und Spitze verschiebt er die Akzente hin zu zeitgenössischen Thematiken und zu einer Sprache von hoher Schönheit und Präzision.

Sein Werk – an der Schnittstelle der Welt als Wissenschaft und der Welt als Bild angesiedelt – bildet eine sehr spannende, eigenwillige Gegenposition zum sogenannten Mainstream der gegenwärtigen Kunstszene. Mit Motiven, die Themen der Natur, der Energie, der Erinnerung und der Sehnsucht aufgreifen, und mit einer wunderbaren und klaren Formensprache sucht er nach einem dem Alltag entrückten Ort: Less of a Test than Earth. In der Ambivalenz zwischen der Technik der kameralosen Fotografie und der ausgeprägten Ästhetik seiner Bilder liegt eine besondere Faszination. Mit dem künstlerisch radikalen Einsatz der Farbfotogramme überschreitet er die Grenzen zwischen Malerei und Fotografie.

Die Ausstellung wurde von Urs Stahel kuratiert. Eine Zusammenarbeit mit Iccarus, München, und dem Bildmuseet, Umea.

Hauptsponsoren: Winterthur International, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Hulda und Gustav Zumsteg-Stiftung

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