Vergangene Ausstellung

Valérie Jouve – Résonances

08.11.2002–05.01.2003

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Valérie Jouve (geb. 1964) gehört zur neuen Generation jener KünstlerInnen in Frankreich, die sich aus der grossen Tradition humanistischer, reportierender Fotografie in ihrem Land verabschiedet haben, ohne jedoch die weiterhin brauchbaren, ohne die wesentlichen Elemente gleich mit über Bord zu werfen: Das heisst, sie fotografiert Landschaften, vor allem Stadtlandschaften, hochverdichtete urbane Situationen, und zwar in dokumentarischer Art und Weise.

Gleichzeitig – und das meint hier oft: im gleichen Bild – porträtiert sie Menschen, die sie in einer Bewegung, Handlung, einem Zurückschauen, einem Lachen, einem Auftritt festhält. Landschaft und Porträt, zwei klassische Themen in Malerei und Fotografie, hier nun so zusammen-, in ein Bild gebracht, dass sich vor und im dokumentierten städtischen Raum eine choreographierte Szenerie abspielt.

Das Aufeinanderstossen von Abgebildetem und Inszeniertem, von grossstädtischem, urbanem Rahmen und dem Ausdruck, der Geste, der Handlung eines individuellen Menschen eröffnet einen fiktiven Raum mit dem Geschmack von Realität, und thematisiert spannungsvoll das Verhältnis, das Anklingen, die Resonanzen von Raum und Zeit, vom Menschen und seiner Umgebung.

Die Ausstellung wurde von Urs Stahel kuratiert.

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