Vergangene Ausstellung

Jitka Hanzlová – Rokytník / bewohner

27.01.–25.03.2001

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Die Tschechin Jitka Hanzlová – sie lebt seit 1982 in Deutschland – arbeitet, ganz entgegen dem dominierenden Stil der heutigen Zeit, mit grosser Ruhe an Porträts: Porträts von Kindern, von Bauern, von Frauen, aber auch von Landschaften, von einem Baum in der Wiese, von Wäsche an der Leine, von rauchender Asche, von den Jahreszeiten. Mit Behutsamkeit und Leichtigkeit nähert sie sich ihrem Motiv und zeigt es einfach: in seiner Existenz, seiner Würde. Dabei achtet sie offenbar besonders darauf, dass eine zarte, fast fragile Farbigkeit wesentlich zur Atmosphäre des Bildes beiträgt.

In ihrer Arbeit Rokytník präsentiert Jitka Hanzlová die ländliche Welt ihres Heimatdorfes, mit ihrer natürlichen, gewachsenen Ordnung. In bewohner setzt sie sich (auch biografisch) mit dem Zwiespalt auseinander, der sich aus dem vergangenen Leben auf dem „offenen“, weiten Land und dem stärker strukturierten, verschachtelten, „verschlosseneren“ Leben in der Stadt auftut. Die Weite des Blicks wird zurückgebunden, beginnt Oberflächen abzutasten, den Reichtum im Nahen zu finden. Zur Ausstellung wird das Buch bewohner neu aufgelegt.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Urs Stahel.

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