Vergangene Ausstellung

Paul Graham – New Europe

30.01.–21.03.1993

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New Europe konfrontiert den euro-utopischen Traum vom vereinten Kontinent mit der buntschreienden, belanglosen Alltäglichkeit heute und mit den Schatten ihrer Vergangenheit. Paul Grahams Farbfotografien vergegenwärtigen Geschichte, zeigen, wie sie sich im Alltagsleben niederschlägt, unerkannt oder umkämpft, manchmal auch verharmlost, bis sie als Kinderspielzeug endet. Wir begegnen der Geschichte dort, wo sie aus der Tiefe der Zeit an die Oberfläche stösst, ob wir nun über ihren Grabstein stolpern, achtlos daran vorbeigehen oder verächtlich darauf spucken.

Dazwischen sind Menschenbilder von heute zu sehen, Bilder des Eintauchens, Wegtauchens, in Musik, in Alkohol, in Zigaretten- oder Drogensucht, in den ekstatischen Kick. Es sind Bilder einer umfassenden Kommerzialisierung. Zusammen mit den Geschichtszeichen formt sich derart ein physisch erlebbares Porträt zeitgenössischer europäischer Realität, eine soziale und psychologische Landschaft, deren Spuren sich gleichenteils in Dingen, Gesten und gleichgültigen Gesichtern niederschlagen - umgeben vom Gelächter entleerter Perspektiven.

Die Ausstellung wurde von Urs Stahel kuratiert.

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