Sammlung

Statement

Seit der Gründung des Fotomuseums 1993 bildet das Sammeln von zeitgenössischer Fotografie ein wichtiger Aspekt der Museumsaktivitäten. Durch Ankäufe und vor allem durch grosszügige Schenkungen und Dauerleihgaben von privaten Förderern und Stiftungen konnten bis heute rund 8’000 fotografische Objekte in den Bestand eingehen. Ein Teil der Sammlung dokumentiert das zeitgenössische Ausstellungsprogramm und bildet auf diese Weise ein physisches Archiv von internationalen Werken und Werkgruppen ab 1960 bis in die unmittelbare Gegenwart. Mit dem Erwerb von Bildserien und mehrteiligen Installationen und Werkformen folgen wir der Idee, die jeweils individuelle Bildsprache und den persönlichen Zugang der Bildautor_innen zur Welt sichtbar zu machen. 

Inhaltlich verfolgt die Sammlung drei Schwerpunkte. Zum einen wird seit der Gründung des Fotomuseums ein dokumentarisch erzählerischer Ansatz verfolgt: angefangen mit Robert Franks The Americans, über Nan Goldin, Boris Mikhailov, Bertien van Manen, David Goldblatt und Mac Pinckers, bis hin zu Schweizer Bildermacher_innen wie Annelies Strba oder das Duo Rico Scagliola & Michael Meier. Mit dem Erwerb der hochkarätigen amerikanischen Jedermann Collection 2005/06 konnte darüber hinaus ein Fokus in der konzeptuellen und medienanalytischen Fotografie von ca. 1960 bis 1990 geschaffen werden, in die sich auch Werkgruppen von Victor Burgin, Hans-Peter Feldmann oder Sarah Charlesworth einreihen. Daneben wächst die Ephemera-Sammlung von Drucksachen, Postern und Künstlerbüchern beständig und stellt – ebenso wie multimediale Projektionen und Installationen – bestehende Begriffe des Fotografischen zur Diskussion.