Jacob Holdt

Jacob Holdt
*1947 in Kopenhagen; lebt in Kopenhagen
Als selbsternannter Vagabund bereiste der Däne Jacob Holdt von 1970 bis 1975 Amerika. Er zog von Ort zu Ort, verdiente sich ein wenig Geld mit Blutspenden und kam mit Menschen aus allen Klassen in Kontakt. Sie luden ihn zu sich nach Hause ein, wo er für eine Weile an ihrem Leben teilnahm. Seine amateurhaften Farbaufnahmen, vor allem aus den Südstaaten, thematisieren die Armut und Ausbeutung der schwarzen, sowie den Rassismus der weissen Bevölkerung. Sie sind so nahe am Geschehen, dass der Betrachter nicht davon loskommt. Wie sein Landsmann Jacob Riis, der 1890 das Elend der New Yorker Slums öffentlich machen wollte, deckt Holdt bis heute in seinen mitreissenden Diavorträgen gesellschaftliche Missstände auf.