Herbert Weber

Herbert Weber
*1975 in Frauenfeld (Schweiz); lebt im Toggenburg
Herbert Weber ironisiert lineares Denken und thematisiert es in seinem gleichnamigen Bild als verqueres, holziges, gequältes Denken: Nur der Zug der elastischen Hosenträger scheint noch zu funktionieren, sonst wartet die Figur offenbar vergeblich darauf, dass sich eines der Astlöcher, welche die Bretterwand übersäen, irgendwann öffnen wird und Weit- und Einsicht erlaubt. Webers choreographierte Kabinettstücke – meist in „freier“ Natur und mit sich selbst als anständig gekleidetem, korrekt frisiertem Protagonisten realisiert – stellen Themen des heutigen Alltags und kleinphilosophische Fragen dar und ironisieren sie. Mit Leichtigkeit wird zwischen häufig schwarz-weissen Szenen und den Titeln, dem unterlegten Text, eine humorvolle Distanz aufgebaut.