Annika Hausswolff von

Annika Hausswolff von
*1967 in Göteborg; lebt in Stockholm
Annika von Hausswolffs Fotografien der letzten beiden Jahre spielen mit dem Abgründigen, in rätselhaften, mehrdeutigen Situationen. Mit crime-like-Farben und grellem Blitz werden zum Beispiel Frauen in nächtlicher Umgebung gezeigt, abgewendet, mit etwas Unbekanntem beschäftigt, das von aussen (exogen) oder von innen (endogen) an sie herandringt. Den grellen Nachtaufnahmen liess die Künstlerin seltsame, rätselhafte, fast surreale Innenaufnahmen folgen. Diese Bilder tragen Titel wie ‹Everything ist connected, he, he, he›, ‹The petrified couple›, ‹Now you see it, now you don’t›, ‹The best stories are the ones never told› und zeigen eine Frau, die am Daumen lutscht, ein Paar, das ‹versteinert› aufeinander liegt, ‹Mom and Dad›, die sich wie Gliederpuppen zu einem Kreuz formen, das die primären Geschlechtsorgane ins Zentrum rückt, sie aber züchtig, fast altmodisch, ‹puppenhaft› abdeckt – traumhafte, beengende, manchmal auch bedrohliche Situationen, die zusammen von einem Leben erzählen, das zu verrutschen, das wegzufliessen scheint.