Jitka Hanzlová

Jitka Hanzlová
*1958 in Nachod; lebt in Essen
Die Tschechin Jitka Hanzlová – sie lebt seit 1982 in Deutschland – arbeitet, ganz entgegen dem dominierenden Stil der heutigen Zeit, mit grosser Ruhe an ‚Porträts‘: Porträts von Kindern, von Bauern, von Frauen, aber auch von Landschaften, von einem Baum in der Wiese, von Wäsche an der Leine, von rauchender Asche, von den Jahreszeiten. Mit Behutsamkeit und Leichtigkeit nähert sie sich ihrem Motiv und zeigt es einfach: in seiner Existenz, seiner Würde. Dabei achtet sie offenbar besonders darauf, dass eine zarte, fast fragile Farbigkeit wesentlich zur Atmosphäre des Bildes beiträgt. In ihrer Arbeit “Rokytník” präsentiert Jitka Hanzlová die ländliche Welt ihres Heimatdorfes, mit ihrer natürlichen, gewachsenen Ordnung. In “bewohner” setzt sie sich (auch biografisch) mit dem Zwiespalt auseinander, der sich aus dem vergangenen Leben auf dem ‚offenen‘, weiten Land und dem stärker strukturierten, verschachtelten, ‚verschlosseneren‘ Leben in der Stadt auftut. Die Weite des Blicks wird zurückgebunden, beginnt Oberflächen abzutasten, den Reichtum im Nahen zu finden.