Olaf Breuning

Olaf Breuning
*1970 in Schaffhausen; lebt in New York City
Olaf Breuning kreiert begehbare Installationen, wunderbare oder schauerliche Reiche, die nicht an das denkerische Sehen, sondern an die Sinne pur, an die Gefühle, an die Hör- und Sehlust appellieren. Seine üppigen Raum- und Lichtinszenierungen hält er in einer Art Standbild fest. „Olaf Breuning, der in der Nachfolge Ed Woods, des cheapesten Horror-Regisseurs aller Zeiten, im Studio (Atelier, Museum) paradoxe Gruselsituationen inszeniert: Die Betrachter verlieren die Gewissheit, auf welcher Wahrnehmungsebene sie sich befinden. Man sitzt nicht im Kino, sondern steht im Leben, fürchtet sich aber vor einer Situation, die man nur aus dem fiktionalen Raum des Kinos kennt. Der Motorroller mit den zwei bizarr-realen Gestalten zwischen „Aktenzeichen XY“ und Tommy Hilfiger-Reklame steht im Vestibül der Universität Zürich, der Familienvan mit Zombie-Passagieren steht nicht in der Galerie, sondern dreht seine Runden auf der Strasse davor.“ (Juri Steiner) Breuning ging als Shootingstar nach New York und mischt mit jugendhaftem Lächeln und gruseligem Humor im grossen Kunstgeschäft mit.