Lewis Baltz

Lewis Baltz
*1945 in Newport Beach, Kalifornien - 2014 Paris
Lewis Baltz Arbeiten, die er zusammen Generic Night Cities nennt – ein- oder mehrteilige, immer grossflächige Nachtstädte – betören mit heftigen Hell-Dunkel-Mustern, mit grellen Farben, die aus dem Schwarz der Nacht hevorstechen. Sie sind ein ScheinwerferlichtSpektakel, das ebenso fasziniert und gefällt wie auch durch schrille Künstlichkeit schmerzt. "Stadtlandschaft" nicht mehr als ein vor uns Distanziertes, sondern als vollumfänglich kommerzialisiertes Labor, in dem wir mitten drin stecken. Die Stadt als riesiges Geviert von Passagen, ein Raster von Strassen, von Highways, auf denen wir unterwegs sind und eine Reihe von Terminals, der Parkplatz, der Häuserblock und schliesslich der Bildschirm, vor dem wir haltmachen, ohne anzukommen, ohne zuhause zu sein – um gleich wieder – elektronisch – unterwegs zu sein. Stadtlandschaften bei Nacht: Kein Tageslicht gibt eine klare, hierarchisierte Ordnung vor, tausend künstliche, schrille Lichter locken und weisen. Die Stadt als Parking Lot oder Fahrspur, stop and go, ein einziges urbanes Labor. Diese Nachtlandschaften wirken wie die Bühne eines letzten grossen Spektakels. Die Bilder wirken so dünn und flächig und bunt wie Schalttafeln, die Städte wirken wie offengelegte Chips, endlose Kreisläufe, eine Maschinerie von Lust und Kraft und Macht und Untergang.